Westdeutsche Zeitung vom 19.4.2002

Zahntechniker -wird nachts zu Wolfgang Petry
Fußball raus, Musik rein: Bei der Schlagerparty im Wuppertaler Brauhaus schlug am Mittwoch Abend die Stunde der ganz großen Gefühle


Von Stefan Melneczuk

Wuppertal. Der Kreis jener Menschen, die ein Doppelleben führen, beschränkt sich in der Regel auf Heiratsschwindler, Steuerflüchtlinge und Geheimagenten. Aber auch Wolfgang Höptner aus Barmen ist ein solcher Zeitgenosse, denn er verfügt über gleich drei Identitäten: Tagsüber arbeitet der 45-jährige als Zahntechniker, abends verwandelt er sich in Wolfgang Engel - und der wiederum in Wolfgang Petry. Bei der Großen Schlagerparty im Brauhaus gehörte der Mann mit den drei Persönlichkeiten am Mittwch Abend zu den Stargästen.
Gut 300 fußballresistente Fetengänger hatten den Weg ins umgebaute Schwimmbad gefunden, wo neben Wolfgang Engel auch das Comedy-Duo Sockenschuss und die Sänger Ted Power, Andreas Köhler, Frank Lars und Olaf Henning zu den Mikrofonen

 

griffen. Als einzige Interpretin des Abends stand die Sängerin Yana auf der Setlist: Mit einer hauchzarten
Version von „My Heart will go on“ verbreitete sie neben den wuchtigen
Brauhaus-Kesseln und Leitungssträngen über dem Biertresen das passende Titanic-Feeling. Fehlten eigentlich nur noch ein Eisberg und Leonardo di Caprio, um den Abend perfekt zu machen.
Das Publikum jedenfalls war begeistert und sollte wenig später auch noch auf Tische und Stühle klettern, was aber nichts mt einem steigenden Wasserstand oder weißen Mäusen im Festzelt zu tun hatte.

Und während sich die Nationalelf nur ein paar Fernseher weiter Richtung Niederlage quälte, bestritt Wolfgang Engel vor seinem Auftritt einen ganz anderen Kampf: „Nervös bin ich eigentlich immer“, gestand der bärtige Sympathieträger in Jeans und Holzfällerhemd backstage, bevor er ein
 

letztes Mal an der Mineralwasserflasche nippte und auf die Bühne stürmte wie sein großes Vorbild. Was folgte, war eine Kanonade aus live gesungenen Petry-Klassikern. „Das ist Wahnsinn“, tönte es aus den Boxentürmen, und vor allem die
Damen im Saal stimmten ein paar Takte später ein kollektives „Hölle, Hölle, Hölle“ an.

„Wenn Wolle kommt, dann knallt‘s“, erklärt Soundtechniker Ralf Dietrich das Geheimnis des Erfolgs, während Wolfgang Engel nach seinem Auftritt fleißig Autogramme schrieb. die 200 Karten waren ruckzuck weg. Ob er ein Problem mit seinem Doppelleben hat? Wolfgang Höptner grinst und schüttelt den linken Arm, über den stilecht rund 100 Freundschaftsbändchen rutschen wie ein viel zu kurz geratener Pulloverärmel. „Abends singe ich, und tagsüber kümmere ich
mich dann um die Beißerchen.“

Velberter Nachrichten 27.4.2002

Das war „Wahnsinn“! Riesenstimmung beim Wolfgang-Petry-Abend im „Jetzt & Hier“

 

Die Spannung in der Erlebnisgastronomie „Jetzt & Hier“ im Velberter Thomas-Karree war auf dem Siedepunkt, als endlich der Star des Abends die Bühne betrat. War es nun der echte Wolfgang Petry oder nicht? Das Publikum begrüßte Wolfgang Engel auf jeden Fall mit frenetischem Beifall und ging gleich von Anfang an voll mit. Bei den bekannten Schlagern „Wahnsinn“ und „Hölle, Hölle, Hölle“ wurde lautsark mitgesungen. Schon am 11. Mai soll es weitergehen. Dann werden „Leo“ und seine Band, bekannt aus der Hamburger Partyszene, in Velbert erwartet.
 
 
Der ganze Markt wippte und tanzte
Nach seiner Wolfgang Petry-Show  musste Wolfgang Engel Donnerstagabend noch 20 Minuten lang Autogramme schreiben.
Von Thomas Lekies

Mettmann. "Den Wahnsinn mach‘ ich euch zum Schluss noch mal", grölte Wolfgang Engel Donnerstagabend ins Mikrofon. "Jaaaa", antwortete ihm die große Fangemeinde  vor der Bühne. Und dann tanzte und wippte der ganze Markt noch einmal: "Das ist Wahnsinn.." Anschließend stürmten Jung und Alt, Frauen und Männer auf die Bühne, um sich ein Autogramm von dem Mann zu holen, der seinem großen Vorbild so verdammt ähnlich  sieht und auch noch seine Lieder singt: Wolfgang Petry. Seit zwei Jahren tourt der Wuppertaler Musiker als Petry-Double durch die Lande und verbreitet eine Bombenstimmung. Das war auch in Mettrnann nicht anders. ,,Das ist  ja die Hölle", rief er Berthold Becker vom Blotschenmarktteam zu, als er fast 20 Minuten lang jedem Autogrammjäger persönliche  Grüße aufschreiben musste. 150 Karten mit seinem Konterfei  gingen weg wie warme Semmel. Doch für Wolfgang Engel stand zu diesem Zeitpunkt schon längst fest: "Die Mettmanner sind ein tolles  Publikum." Weshalb er eine Textzeile spontan umdichtete: "...das eine geb‘ ich nicht mehr her und das seid ihr hier vorne auf dem Blotschenmarkt..." Mit gemischten Gefühlen war Wolfgang Engel auf den Blotschenmarkt gekommen. "Es regnete in Strömen und der Markt war fast leer." Doch kurz vor 20 Uhr war der Platz vor der Bühne rappelvoll, und die gekommen waren, wollten auch richtig abfeiern und mitsingen. Kein Problem für den quirligen Wuppertaler. Zu Petry-Hits bewegte sich Wolfgang Engel auch wie der
 
 

Wolfgang und schraddelte auch die Luftgitarre. Zum Ende des Konzertes  wurden dann Feuerzeuge entzündet. Glücklich wie sein Publikum,  wünschte Merlin allen Mettmannern noch schöne Weihnachten. Und ein letzter Gruß an die Fans: ,,Danke, dass ich heute hier mit euch feiern durfte."
 
 


Wolfgang ist sein großes Vorbild

Ist er vielleicht doch ein Bruder von Wolfgang Petry? Der Wuppertaler Wolfgang Engel singt nicht nur Hits des Stars, er sieht ihm auch noch täuschend ähnlich

Von  Claudia Kasemann

Dunkle Locken, Schnauzbart, Freundschaftsbänder  und ein gewinnendes Lachen – ganz klar, das ist Wolfgang Petry. Oder vielleicht  doch nicht?

"Ich würde ihn schon gern mal  persönlich kennenlernen", sagt Wolfgang Engel über den Star.  Der Wuppertaler Musiker sieht seinem großen Vorbild täuschend  ähnlich – und er singt dessen Lieder. Wolfgang Engel ist das Wuppertaler  Petry-Double auf dem Stadtfest Barmen live.

Schon früher hat er auf Partys festgestellt:  "Egal wo, egal bei wem – Wolfgang Petry läuft immer." Und weil die Musik bei allen so gut ankommt, entschloß sich Chris, gemeinsam  mit seinem Techniker Ralph Dietrich eine eigene Show mit Petry-Stücken  auf die Beine zu stellen. "Du siehst ja auch noch aus wie der Wolfgang",  hieß es bei seinen Bekannten und Freunden. Das

ist unübersehbar,  aber Chris betont: "Er ist er, und ich bin ich."  Zu der "offenen, ehrlichen Musik" des Künstlers kann er  sich allerdings problemlos bekennen: "Ich würde ihn nicht doubeln, wenn ich nicht selbst so sehr auf die Musik abfahren würde."

Chris ist nicht nur ein begeisterter Sänger, er komponiert und textet auch. "Wir könnten eine  eigene CD machen", sagt Techniker Ralph. Doch zunächst möchte man erst mal als Petry-Double auf Tournee gehen. Über ein halbes Jahr haben Chris und Ralph am Programm gefeilt, jetzt steht die Show – ohne Playback. Von stummen Lippenbekenntnissen hält der "Wuppertaler Petry" nämlich nichts: "Bei uns ist alles echt. Wir haben die Musik selbst eingespielt, und ich singe."

Barmen live-Besucher können am Samstag  abend die Premiere miterleben. Die Wolfgang Petry Double Show mit Wolfgang Engel startet ab 19.15 Uhr auf der Hauptbühne 2 auf dem Geschwister-Scholl-Platz.

 
  Wolfgang Engel aus Wuppertal: Wahnsinn - diese Ähnlichkeit mit Petry.

 

 

Jubiläumstour im nächsten Jahr

Am linken Arm flattern unzählige Freundschaftsbänder, langes Haar, Schnäuzer, das typische Holzfällerhemd und ein überaus sympathisches Lächeln, das sind die Markenzeichen von Wolfgang-Petry-Double Wolfgang Engel.

Seit 19 Jahren tourt Wolfgang Engel jetzt durch die gesamte Bundesrepublik, Schweiz, Österreich, Belgien, Holland, Mallorca und Fuerte Ventura. Schon beim Erklingen des ersten Songs springt der Funke auf sein Publikum voll über, und keinen hält es mehr auf den Stühlen. Zu seinem bald anstehenden 20-jährigen Bühnenjubiläum sagt Engel:

“Wenn seine Fans Wolle schon nicht mehr selbst erleben können, dann wenigstens einen würdigen Vertreter.

Sobald ich die Bühne betrete, bin ich Wolfgang Petry!“